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Berichte unserer Aktiven

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Aktive1: Großer Kack

SF Eintracht Freiburg - SV Biengen 2:2 (1:2)

„Jeremy-Pascal, biste schon wieder in de Scheiße jedappt. Eklig is´ dat!“
So in etwa dürfte Mama wohl auch mit den Sportfreunden geschimpft haben, als sie nach dem Spiel gegen Biengen vom Platz schlichen. Fast jedem klebte heute ein großer Batzen … am Fuß.
Ein bisschen war das muntere Scheibenschießen(Wat, hast du scheißen gelesen?) der Freiburger am Donnerstagabend schon zum Verzweifeln. Gästekeeper Dervoz flogen Bälle um die Ohren und in die Handschuhe, dass es eine wahre Freude war, es klingelte trotzdem nur zweimal im Karton. Par excellence mal wieder die einträchtliche Abschlussstärke.
Wie so oft ging es engagiert los, der Ball lief gut, erste Annäherungen ans gegnerische Tor gelangen. Wie so oft ließ der erste Rückschlag nicht lange auf sich warten. Ein Freistoß vom rechten Strafraumeck schnitt einmal halbhoch durch den Freiburger Abwehrlöcherkäse und sprang am langen Pfosten Bozesan ans Bein - 0:1.
Was nun? Aufstecken? Aufgeben? Quatsch mit Soße, Chancen kreieren, Chancen vergeben. Allein Gerspach fand sich dreimal allein vor Dervoz wieder: eine Fußabwehr, ein verunglückter Abschluss und zu langes Zögern verhinderten den Jubelschrei. Albers forderte den Torwart mit seiner Doppelchance einmal per Fuß, einmal traumhaft schön von Meybrunn beflankt per Kopf. Bischler verzog nach Kochvorlage, Schiller scheiterte aus nächster Nähe und spitzem Winkel - zum Haareraufen.
Auf der anderen Seite tanzte Ben Abderrahmen einmal am Sechzehner auf und ab und jagte die Kugel halbhoch ins Netz - 0:2.
Die Gastgeber steckten den Sand nicht in den Kopf und rannten weiter aufs Tor zu. Gerspach zum Beispiel rannte mal wieder relativ frei auf Dervoz zu, machte auch nahezu alles richtig, der Innenpfosten wollte nur partout nicht ein paar Zentimeter weiter rechts stehen; den Nachschuss setzte Künzle knapp über die Latte. Und weil es aus dem Spiel heraus und bei den Stürmern nicht so gut klappte, mussten halt Standardsituation und Struthoff für den Anschluss herhalten. Der konnte Albers´ Ecke in Seelenruhe annehmen und einschießen - 1:2. Pause.

Kaum war die Partie wieder angepfiffen, rollten schon die nächsten Angriffe aufs Biengener Tor. Albers knallte den ersten Freistoß noch zu zentral aufs Tor, beim Nachschuss war Struthoff zu überrascht, um den Ball zu kontrollieren. Den zweiten schnippelte der selbst gefoulte Koch wunderschön flach ins lange Eck - 2:2.
Mit dem Ausgleich kamen auch die Gäste wieder in Fahrt. Sie gestalteten die Partie nun etwas offener und operierten mit gefährlichen langen Bällen, die dank Rückenwind als Kanonenkugeln auf die Freiburger Verteidigerschädel oder auch darüber hinweg sausten. Die ein oder andere brenzlige Situation gab es da schon zu überstehen.
Die dickeren Möglichkeiten hatten aber weiterhin die Hausherren. Gerspach zum Beispiel. Der war mal wieder auf und davon, hatte nur noch Dervoz vor der Nase und was macht der Knabe? Gökhan-Ay-Gedenk-Lupfer, wie kein Göde der Welt ihn schöner vergeigen kann. Doch auch andere trugen sich in die Fehlschützenliste ein. Künzle schoss zunächst nur an den Außenpfosten und köpfte wenig später knapp am Tor vorbei. Dervoz fischte gerade noch Shubladzes Fernschuss aus dem Winkel. Und auch die letzte große Gelegenheit wollte nicht zum Tor werden. Künzle grätschte um Haaresbreite an einer scharfen Hereingabe von links vorbei, Elatre verzog den Abpraller aus guter Position. Die letzten zehn Minuten kam keiner mehr so richtig vor das Tor des anderen, Schiedsrichter Baumgartner wurde des Mittelfeldgeplänkels schnell müde und pfiff einfach mal ohne Nachspielzeit ab. Die Blauen machten sich niedergeschlagen ans Schuheputzen. Nicht, dass in Sasbach Mama wieder schimpfen muss.

Tore (die Zeiten sind wild geschätzt, kack fussball.de): 0:1 Bozesan (15.), 0:2 Ben Abderrahmen (30.), 1:2 Struthoff (40., Albers), 2:2 Koch (50., Koch)

Aufstellung SFE: Bösel, Doll, Ollinger, Struthoff, Meybrunn (60. Bruckhoff), Bischler, Koch, Gerspach (70. Elatre), Schiller (50. Shubladze), Albers, Künzle

von Aktive1 am 12.04.2013 um 17:57 Uhr



Aktive1: Zu Null

SF Eintracht Freiburg - SV Au-Wittnau 0:1 (0:0)

Nachdem die letzten Spiele der ein oder andere Ball zu viel den Weg ins eigene Gehäuse gefunden hatte, sollte heute einfach mal die Null stehen. Das gelang lang, nur leider nicht lang genug, sodass es wieder nicht zu den ersten Rückrundenpunkten langte.
Freiburg war von Anfang an gut im Spiel, biss sich in die Zweikämpfe und stellte den Tabellenzweiten doch hin und wieder vor Probleme. Barb erkämpfte den Ball im Mittelfeld, lief ein paar Schritte und schickte dann Künzle ins Eins-gegen-Eins gegen Gästekeeper Schmidl. Ball versprang, Keeper sprang, Tor misslang.
Auf der Gegenseite vergeigte Scheuber ebenso klanglos aus etwas spitzerem Winkel gegen Bösel. Ansonsten ging die Partie zwar hin und her, die erste Geige spielten aber vornehmlich lange Bälle und sich verabschiedende Gehirnzellen. Die wohl größte Torgefahr strahlte Barb gegen Mitte der ersten Halbzeit aus, als er aus guter Position mit seinem Flachschuss an Schmidl scheiterte. So blieb zur Pause die Null auf beiden Seiten stehen. Au-Wittnau kam erst gar nicht in Tornähe, die Sportfreunde spielten es eigentlich ganz gut, ließen in der Gefahrenzone jedoch Mut und Geschick vermissen.

Halbzeit zwei begann etwas ereignisvoller, als die erste geendet hatte. Albers spielt mit Gerspach den doppelten Doppelpass, der dessen halbhohe Hereingabe aus schwierigem Winkel aber nur ans Außennetz hob. Auch den Letzten dürfte kurz drauf Scheuber mit seinem Freistoßknaller an die Latte aus dem Halbzeitnickerchen geweckt haben. Naja, zumindest unter den Zuschauern. Die Freiburger Hintermannschaft blieb andächtig staunend am eigenen Sechzehner stehen, bewunderte die zugegeben wirklich schöne Flugkurve des Balles und die Mannen in Rot, wie sie eifrig dem Ball hinterherstürmten, um den Nachschuss zu verwerten. Die Weiß-Blauen konnten von Glück sagen, dass der souveräne Schiedsrichter Jöllenbeck nicht ebenfalls die Kamera zückte, um diesen geschichtsträchtigen Moment auf Ewig festzuhalten, sondern lieber zur Pfeife griff und schön laut pfiff. Abseits - die Null steht.
Allerdings begannen die Gastgeber nun die Partie etwas herzuschenken. Im Angriff hatte man des Käpt´n Zu-Null-Wunsch wohl irgendwie missverstanden. Zu unpräzise, zu harmlos, zu unglücklich wurden gute Möglichkeiten vergeben oder schon im Keim erstickt. Gleichzeitig stand man tiefer und überließ den Gästen große Teile des Feldes. Da hinten aber umso fleißiger verteidigt wurde, bestand zumindest berechtigte Hoffnung auf den ersten Punkt 2013.
Bis zur 86. Minute. Da bekam Gutmann jede Menge Zeit und Platz im zentralen Halbfeld geschenkt, hob den Ball gefühlvoll in P. Maiers Lauf, der klug gegen die Laufrichtung des machtlosen Bösels einköpfte und alle Freiburger Hoffnungen begrub - 0:1.
Die erste und letzte Chance auf den Ausgleich jagte Koch per Freistoß knapp übers Dreieck. Viel Zeit zum Grämen bleibt nicht, schon am Donnerstag kommt Biengen ins Weststadion. Das Ziel steht fest, sollte aber, wenn´s geht, nur hinten stehen. Oder doch vorne? Wie auch immer. Gruß an die Offensive.

Tore: 0:1 P. Maier (86.)

Aufstellung SFE- Bösel, Doll, Ollinger, Struthoff, Meybrunn, Koch, Barb (71. Shubladze), Gerspach (56. Bischler), Albers, Künzle, Azzouni

von Aktive1 am 07.04.2013 um 21:45 Uhr



Aktive1: Gänseblümchen

SV Ballrechten-Dottingen - SF Eintracht Freiburg 5:3 (3:0)

Die Partie der beiden Tabellennachbarn versprach im Vorfeld ein Abstiegskrimi zu werden, zeigte jedoch schnell ihr wahres Gesicht. Es fehlte einfach die Spannung. Schnell war klar, dass Pfefferle und Fazlija mit ihren Doppelpacks den Freiburger Sieg auf dem Gewissen hatten. Die mangelnde Spannung wurde durch viele komische Momente kompensiert. Es hätte einiges zu Lachen gegeben - wenn es nur nicht so traurig gewesen wär´.
Die Sache ließ sich auf dem klitzekleinen Kunstrasen eigentlich ganz gut an, die Eintracht hatte etwas mehr vom Spiel und kam gleich einmal zu einer Riesenchance durch Struthoff, der den Ball allein vor Torwart Bechtel aber recht knapp am langen Pfosten vorbeischob. Ballrechten zeigte hohe Spielkultur, Spielmacher Bechtel drosch Abschläge und Abstöße an den Freiburger Sechzehner, dass es eine wahre Freude war. Das Konzept ging auf. Plötzlich war Fazlija durch und vollstreckte ins lange Eck - 1:0.
Das Spiel lief weiter wie gehabt, die Sportfreunde waren um Kontrolle bemüht, konnten aber gerade im Mittelfeld meist nur den Ball über sich hinweg fliegen sehen. Hatte man dann doch mal den Ball, prägten Ungenauigkeiten in Abschluss und finalem Pass das Bild. Anders Ballrechten. Pfefferle hält einmal aus der Distanz mit der Pike drauf, der Ball wird ebenfalls pikfein abgefälscht und senkt sich über den armen Bösel in die Maschen - 2:0.
Auch dieser Tiefschlag wurde weggesteckt, die Blau-Weißen spielten unverdrossen weiter und kassierten kurz vor der Pause die nächste schlechte Botschaft. Einen bösen Abspielfehler im Aufbau servierte Müller voller Übersicht Pfefferle, der eiskalt den Nackenschlag verpasste - 3:0. Pause.

Lang dauerte es nicht, bis die Gäste wieder aus der Kabine waren, man hatte ja auch drei Tore aufzuholen. Dementsprechend wurde eifrig probiert, gedrückt und gespielt und nach nur zehn Minuten ansatzweise Powerplay war der Anschluss geglückt. Der nach längerer Leidenszeit (Akuter Rücken) wiedergenesene Meybrunn flankte von links in den Strafraum, wo sich die Dottinger Innenverteidigung mit Bechtel und Azzouni in bester Asterix-und-Obelix-Dorfschlägerei-Manier um die Kugel balgte und dabei Barb und Kugel völlig aus den Augen verlor. Der stand auf einmal vor dem leeren Tor - 3:1.
Hoffnung keimte auf, die Vögel begannen zu zwitschern, ein Gänseblümchen streckte sich aus dem Kunstrasen den Wolken entgegen und die Freiburger Recken bliesen in ihre Hörner zur Aufholjagd.
Zwei Minuten später war die Jagd auch schon wieder beendet. Schuld daran war
a) ein phänomenaler Pressschlag im Mittelfeld, der sich nach kurzem Steigflug immer weiter senkte und schließlich hinter dem armen Bösel im Netz zappelte und
b) die Schockstarre nach dem Pressschlaghammer. Man ließ Zwei gegen Zwei kontern, Fazlija und Pfefferle blieben Sieger - 5:1. Hiob lässt grüßen.
Das war schon irgendwie bitter, wenigstens muss man den Niedergemähten anrechnen, dass sie nicht aufgaben. Nach 70 Minuten und schönem Spielzug nickte Azzouni Dolls Prachtflanke ein (Anm. d. Red.: Ähem. Eigentlich kam Dolls Ball flach und Azzouni schoss ein. Hat der Autor in dem Moment wohl grad eine Trinkpause genutzt und am Schorleglas genippt) - 5:2.
Wenig später bekam derselbe von Albers eine Ecke auf die Locken serviert - 5:3.
Zu mehr reichte die Kraft dann aber nicht mehr, die größte Chance vergaben Gerspach und Elatre, die sich verspielten, statt den Abschluss zu suchen. Ein Meybrunn-Freistoß rauschte noch knapp übers Dreieck. Das war´s dann aber. Gesenkten Hauptes stiefelten die Sportfreunde vom Platz. Die Vögel verstummten. Das Gänseblümchen weinte. Oder so.

Tore: 1:0 Fazlija (6.), 2:0 Pfefferle (21.), 3:0 Pfefferle (43.), 3:1 Barb (55.), 4:1 Asal (56.), 5:1 Fazlija (57.), 5:2 Azzouni (69., Doll), 5:3 Azzouni (74., Albers)

Aufstellung SFE: Bösel, Schiller (59. Gerspach), Ollinger, Bischler, Doll, Koch, Struthoff, Barb, Albers (74. Elatre), Shubladze (33. Meybrunn), Azzouni

von Aktive1 am 24.03.2013 um 22:02 Uhr



Aktive1: Schlagbar ungeschlagen

SF Eintracht Freiburg - FC Freiburg St. Georgen 0:3 (0:1)

Wenig Erbauliches gibt es vom Heimspiel gegen den Tabellenführer zu berichten. Ungeschlagen reisten die St. Georgener ins Weststadion, ungeschlagen reisten die an diesem Tag so Schlagbaren wieder ab. Der Grund: man reichte den Gästen ihre Tore in vorösterlicher Freude in Form herrlich verpackter Geschenke dar und war vor den gegnerischen Toren harmlos wie das Osterlamm.
Gleich in der fünften Minute wurde Rauber der Ball so schön vor die Füße gelegt, dass er von der Strafraumgrenze nur ein bisschen platziert flach einwuchten konnte - 0:1.
Ab da lief man einem Rückstand hinterher, der nicht mehr aufzuholen war. St. Georgen spielte eines Bezirksliga-Tabellenführers würdig mit hohen, langen, weiten Bällen, Freiburg passte sich an und versuchte erst gar nicht sauber hinten raus zu spielen. Spielte man doch mal flach, wurde es prompt gefährlich, über die Außen bot sich eine Menge Platz zum Spielen. Erste Annäherungen gelangen Azzouni und Künzle per Kopf und Fuß jeweils auf Albersvorlage, am nächsten kam man einem Tor durch Azzounis guten Flachschuss, den Keeper Braun um den Pfosten lenkte. Kochs darauffolgende Ecke konnte Braun gerade noch so aus dem Giebel kratzen.
Auf der anderen Seite war es wieder Zeit für Geschenke. Bösel maß dem Wort Fairplay eine ganz neue Bedeutung zu, als er den nach einer Verletzungspause sportlich zurückgespielten Ball einfach mal außerhalb des Sechzehners mit der Hand stoppte. Der fällige Freistoß landete glücklicherweise in der Mauer.
Zweimal bewahrte er dann die Gastgeber noch vor einem höheren Pausenrückstand: Barths Kopfball fing er sicher, gegen Frankus behauptete er sich mit seinem Oberkörper im Eins-gegen-Eins.

Nach der Pause wurde einiges probiert, wenig gelang. Flanken segelten in schöner Regelmäßigkeit ins Toraus, Schüsse wurden auf gegnerische Hinterteile oder in die Wolken platziert. Dafür stand man hinten recht offen, da die Viererkette zum Teil sträflich allein gelassen wurde. St. Georgen bekam immer größere Chancen, deren größte Lienhard im Winkel versenkte - 0:2.
Das Spiel lief weiter wie gehabt, hier gab es immer mehr Räume, dort immer mehr Unzulänglichkeiten zu sehen. Den endgültigen K.O. verpasste dann Frankus in der 84. Minute, als er sich gegen Bösel im Zweikampf behauptete und die Kugel ins leere Tor einschob - 0:3.
Nicht einmal der Ehrentreffer war den so netten Gastgebern vergönnt: Barb spitzelte im Strafraumgetümmel den Ball an den Pfosten, Azzouni scheiterte aus etwas spitzem Winkel mit Links an Torwart Braun. Der souveräne Schiedsrichter Hargarten besiegelte schließlich mit dem Schlusspfiff eine ebenso verdiente wie vermeidbare Niederlage. Es bleibt die Erkenntnis, dass mit krassen individuellen Fehlern und halber Kraft in der Bezirksliga nichts zu holen ist. Nicht mal gegen einen schlagbaren ungeschlagenen Tabellenführer.

Tore: 0:1 Rauber (5.), 0:2 Lienhard (59.), 0:3 Frankus (84.)

Aufstellung SFE: Bösel, Schiller (57. Doll), Ollinger, Struthoff, Bischler (75. Eigeldinger), Koch, Gerspach, Shubladze (58. Barb), Albers, Azzouni, Künzle

von Aktive1 am 18.03.2013 um 17:01 Uhr



Aktive1: Rumgerolle

SG Prechtal/Oberprechtal - SF Eintracht Freiburg 3:1

Mit einer gehörigen Portion Lust auf Fußball reisten die Sportfreunde ins Elztal, mit einer gehörigen Portion Frust wieder ab. Die Erinnerungen an den Prechtäler Acker waren eigentlich so schlecht nicht, allerdings auch schon ein ganzes Jahr alt. Und so sollte alles etwas anders laufen als damals.
Nach einer Viertelstunde gab es den ersten großen Aufreger, als D. Ruf fein bedient von einem einträchtlichen Missverständnis mutterseelenallein auf Bösel zuspazierte, den Ball aber knapp am langen Pfosten vorbeischob. Wenig später meldeten sich die Sportfreunde mit zwei Gerspachkopfbällen im Spiel an. Die Spielkontrolle hatten die Gäste, gefährlich wurden sie hauptsächlich bei Standards. So auch in der 20. Minute. Kochs Ecke wurde immer länger, Struthoff brachte den Ball vom zweiten Pfosten zurück in die Gefahrenzone und Künzle köpfte die Kugel hinter die Linie, Torwart Webers Rettungsaktion kam zu spät - 0:1.
Freiburg blieb dran, verpasste aber nachzulegen. Azzouni und Gerspach konnten einen Unsicherheit des Prechtäler Schlussmanns nicht nutzen, Shubladzes Querpass nach schönem Spielzug konnten die Gastgeber gerade noch zur Ecke abwehren. Mit dem Pausenpfiff wäre dann aber fast noch der Ausgleich gefallen. Bösel lenkte Wachsmanns guten Volleyschuss um den Pfosten.

Prechtal rollte aus der Kabine als gäb´s kein Morgen mehr: Einwurf, zu kurze Kopfballabwehr direkt vor die Füße von D. Ruf. Da der ja bekanntlich nicht so torgefährlich ist, durfte er sich einiger Freiheit im Sechzehner erfreuen, drosch die Kugel mit ordentlich Krawumm an die Unterkannte der Latte und bejubelte den Treffer mit einem herzhaften „Scheißdreck duuu“ - 1:1.
Freiburg schüttelte sich kurz und hätte im direkten Gegenzug den alten Abstand wiederherstellen können, doch Künzle scheiterte nach Gerspachs kluger Ablage an Keeper Weber. Gejubelt wurde auf der anderen Seite. Selbes Spiel, Einwurf von rechts, in der Mitte verpassen die Freiburger Abwehrrecken und Zwerg Dufner köpft den Ball so herrlich auf Schillers Hinterkopf, dass er sich über den lustig durch die Gegend hüpfenden Bösel in die Maschen senkte - 2:1. Scheißdreck duuu!
Freiburg schüttelte sich weiter, zwei Kochecken rauschten haarscharf am langen Pfosten vorbei, doch wieder klingelte es im eigenen Kasten. Mal wieder über rechts rollte Dampfwalze Greve an und bediente mit starkem Pass Dufner, der nur noch einschieben musste - 3:1. Riesenscheißdreck duuu!
So überrollt fanden die Blauen nur noch schwer in die Partie. Der letzte Rest Hoffnung auf Spielfluss wurde durch viele Nickligkeiten zerstört, wo man hinschaute rollten Spieler durch den Matsch. Besonders die Gastgeber erwischte es heftig.
Chancen auf den Anschluss blieben so Mangelware. Azzouni schoss mal aus der Ferne knapp übers Dreieck, Weber räumte Künzle im strafräumlichen Luftkampf von den Socken, die Pfeife blieb stumm. Und einen zu kurz geratenen Rückpass verpasste wiederum Azzouni um Haaresbreite. So rollten Spiel und Spieler einem Ende entgegen, das letztlich so unverdient nicht war. Zwar waren die Blauen in Halbzeit eins die bessere Mannschaft und hatten sich die Führung auch redlich verdient, der kollektive Tiefschlaf zu Beginn der zweiten Halbzeit brach jedoch Gast und Spiel das Genick und darf am Sonntag gegen den Tabellenführer mit Sicherheit nicht mehr auftreten. Vielleicht kann man dann zuhause wieder jubeln. Scheißdreck duuu!

Tore: 0:1 Künzle (20., Struthoff), 1:1 D. Ruf (46.), 2:1 Dufner (50.), 3:1 Dufner (65.)

Aufstellung SFE: Bösel, Schiller, Ollinger, Struthoff, Bischler, Koch, Gerspach (75. Doll), Shubladze, Albers, Azzouni (90. Pacifico), Künzle

von Aktive1 am 12.03.2013 um 23:48 Uhr



Aktive1: Leidenschaft

SV Mundingen - SF Eintracht Freiburg 0:0

Fast wie echte Profis in der Europa League durften die Freiburger keine drei Tage nach roter Erde in Glottertal auf grünem Rasen in Mundingen fußballern. Die blauen Hemden waren frisch gewaschen (nur das der Nr. 14 hatte noch ein bisschen roten Sand am Stoff), die Sonne blinzelte aus den Wolken und Bösels Haare flatterten herrlich im lauen Herbstwind.
Mundingen kratzte all das wenig, kam mit einer guten Portion Offensivgeist aus der Kabine und drängte die Blauen mit langen Bällen über die schnellen Außen erst einmal in die Defensive. Hie und da brach auch mal einer durch, fand aber regelmäßig in Bösels Fängen seine Meister. Die Sportfreunde meldeten sich erst nach einer Weile, dafür aber mit großem Hallo bei den Gastgebern an. Albers steckte durch zu Azzouni, der frei vor Torwart Fischer leicht abgefälscht und haarscharf am langen Pfosten vorbeilupfte.
Mindestens genauso spannend Mundingens Freistoß, der von der Eintrachtmauer beinahe tödlich abgefälscht wurde. Lustig langsam hoppelte der Ball in die Ecke, in der Bösel so gar nicht herumlag, schwenkte kurz vor dem Jubelschrei der Mundinger Schorlekurve um und prallte gegen den Pfosten. Während die ganze Mannschaft ihre telekinetischen Fähigkeiten anstrengte, um den Ball noch an den Pfosten zu lenken (mit Erfolg und offenem Mund), besann sich Mann der Tat Bischler lieber auf seine irdischen Talente und klärte in höchster Not. What a man!
Noch einmal musste der Freiburger Fanblock den Herzschrittmacher langsamer stellen. Gruber solierte sich über rechts einmal quer durch die blauen Reihen und schlenzte per Außenrist aus spitzem Winkel knapp über die Querlatte.
Die Eintracht kam nun aber immer besser ins Spiel. Kurz vor der Halbzeit luchste Künzle Rechtsverteidiger Gerber am Strafraum den Ball ab und bediente postwendend Gerspach, der nicht ganz mit sich im Reinen darüber war, ob er denn nun selbst schießen oder dem heranrauschenden Azzouni auflegen sollte. Halb Schuss, halb Pass war das Resultat, Azzouni schoss statt des Leders beherzt seinen Gegenspieler ins Tor. Zählte nicht.

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Das Spiel war recht ausgeglichen, für die große Torgefahr fehlte immer entweder der letzte Schritt, die richtige Entscheidung (Flank ich, schieß ich?) oder aber Präzision (solange nicht Wolken, respektive die Eckfahne das Ziel der Protagonisten, respektive Albers´ war). Die einzig so richtig große Chance hatten die Sportfreunde, als Künzle allein auf weiter Flur an Fischer scheiterte und Barb mit seinem Nachschuss aus 25 Metern das verwaiste Tor nur knapp verfehlte. Ärgerlich auch wie Azzouni kurz vor dem Einschuss an der Strafraumgrenze gefällt wurde. Den fälligen Freistoß durfte Künzle anstelle des kaputten Käpt´n Koch in die Mauer setzen. Neben den vielen vergebenen Chancen auf echte Torchancen, konnte das Spiel aber durch seine leidenschaftlich geführten Zweikämpfe überzeugen. Die beiden rasenden Sturmspitzen Künzle und Azzouni waren schon nicht schlecht. Den Gipfel der Leidenschaft aber gab es bei einer kleinen Einwurffehde zu bestaunen. Gruber kratzte Bischler den ultimativen Liebesbeweis in den Nacken. Schiedsrichter Karlin strafte das Geturtel, wohl aus purer Eifersucht, mit Verachtung, ja Ignoranz.
Belohnt wurde stattdessen das komptakte Spiel gegen den Ball mit einem Auswärtspunkt und null Gegentoren. Ist ja auch mal was.

Tore: Nö

Aufstellung SFE: Bösel, Doll, Struthoff, Bischler, Konopka (78. Schiller), Koch, Barb, Gerspach (72. Ay), Albers, Azzouni (87. Shubladze), Künzle

von Aktive1 am 25.11.2012 um 23:38 Uhr



Aktive1: Rote Erde

SV RW Glottertal - SF Eintracht Freiburg 1:1 (0:0)

Viel war beim Nachholspiel im Glottertal dem Zufall überlassen, mangels Licht musste statt grünem Rasen rote Erde als Untergrund herhalten, die Bälle sprangen munter durch die Gegend. Dass die Glottertäler etwas besser mit dem Geläuf vertraut waren als die kunstrasenverwöhnten Freiburger, zeigte sich gleich bei der ersten Chance der Rot-Weißen. Im Mittelfeld wurde der Ball freigiebig hergeschenkt, Santa und Wegener schalteten rasch um, kamen jedoch an Struthoff nicht vorbei, der zweimal heldenhaft auf der Linie klärte. Auf der Gegenseite strahlte Schiller frei wie sonst was vor Torwart Strecker noch wenig Gefahr aus. Gerspach schaffte es kurze Zeit später zwar Kochs feinen Pass einzunetzen, wurde allerdings von Schiri Drews aus dem Abseits brutal in die Realität zurückgepfiffen.
Die etwas überlegenen Gastgeber verbuchten anschließend einen gefährlichen Fernschuss, der nur knapp übers Dreieck strich, die ganze Torgefahr der Gäste mündete in einem abgeblockten Struthoffkopfball. Quasi mit dem Pausenpfiff wurde Wegener noch einmal großmütig eingeladen frei vor Bösel aufzutauchen, scheiterte jedoch an dessen Fußabwehr.

Halbzeit zwei begann turbulent. Hüben ließ der vor lauter Freiheit völlig verdutzte Shubladze eine vielversprechende Flanke über seine Hacke hüpfen, drüben bestrafte Wegener einen Lapsus Struthoffs bei der Ballannahme gnadenlos, indem er an Bischler vorbeispazierte und locker einschob - 1:0.
Die Blauen schockte das wenig, sie kämpften sich nun in die Partie und hatten bei einer Doppelchance den Ausgleich auf dem Fuß. Barbs Volleyschuss und Azzounis Kopfball parierte Strecker jedoch stark. In ihrer kleinen Drangphase vernachlässigten die Gäste allerdings auch hin und wieder ihre Positionen a.k.a. die Defensive, was vermehrt zu Kontern führte. Dankenswerterweise hatten die gegnerischen Stürmer gerade den Wettstreit im Riesenchancenvergeben ausgerufen. Gashi schob aus fünf Metern herrlich knapp am Pfosten vorbei (ihm wurden von den begeisterten Zuschauern a.k.a. der Defensive aber auch nur knapp drei Minuten zu Ballannahme und Verwertung gelassen), Struthoff klärte mal wieder heldenhaft auf der Linie (Gähn!) und Griesbaum versuchte mit seiner Kerze vor dem leeren Tor den Vogel abzuschießen, mit Erfolg: den goldenen Schlappen für die am schönsten vergebene Großchance durfte er sich nach dem Abpfiff überziehen.
Verteidiger Bernauer konnte das muntere Scheibenschießen seiner Vorderleute schließlich nicht mehr mitansehen und schob einen feinen Querpass Elatres, weil er es halt nicht bis vors gegnerische Gehäuse schaffte, aus Trotz grad ins eigene Tor - 1:1.
Das war´s dann auch schon (Struthoffs toller Kopfball nach Kochs tollem Eckball kurz vor dem 1:1 wurde aus erzähltechnischen Gründen verschwiegen und weil der Junge ja auch so schon oft genug im Bericht vorkommt. Außerdem hielt Strecker mal wieder famos (Gähn!)). Glottertal kam nach Ampelkarte, die Oruk für die Liebkosung Schillers in Hälfte eins und Foul am Mittelkreis in Hälfte zwei gesehen hatte, nicht mehr richtig nach vorne, Freiburg warum auch immer nicht. Am Platz kann´s jedenfalls nicht gelegen haben. Auf roter Erde haben die Sportfreunde ja seit Urzeiten kein Spiel mehr hergegeben.

Tore: 1:0 Wegener (48.), 1:1 Bernauer (82., ET, Elatre)

Aufstellung SFE: Bösel, Doll, Struthoff, Bischler, Konopka, Barb (72. Elatre), Koch, Schiller (61. Künzle), Shubladze, Azzouni, Gerspach

Gelb-Rot: Oruk (Gegen Ende)

von Aktive1 am 23.11.2012 um 01:02 Uhr



Aktive1: Verrückt, Verrückt

SF Eintracht Freiburg - VFR Pfaffenweiler 3:2 (1:1)

Nachdem der erste ausführliche Bericht leider durch einen unvorhersehbaren Löschvorgang zerstört wurde, bleibt die zweite Fassung nun etwas kürzer.
Spannung und Dramatik war mal wieder nachzuverfolgen im Weststadion, Trainer Wusu befand es als "verrückt, verrückt".
So bot das Spiel zahlreiche Wendungen und Überraschungen.
Beginnend mit einer frühen Eintrachtführung durch Azzouni (5.) der durch lange Bälle von Doll und Struthoff mehrmals gefährlich vor dem Gästetor auftauchte und nach Struthoffs schönstem Pass dem Gästetorwart keine Chance ließ. Pfaffenweiler konterte mit dem 1:1 durch Schmid (11.), bei dem die rechte Eintrachtseite dem Gast sehr viel Platz ließ, die etwa 5 Minuten fliegende Flanke nicht geklärt wurde und der Stürmer sodann sich bedankte. Bis zur Pause verlief das Spiel hin und her zwischen den Strafräumen mit vielen Zweikämpfen und wenig spielerischen Höhepunkten. Nach der Pause dann ein Paukenschlag von Gästezehner Lai, der den Ball mit links an den Innenpfosten setzte. Die Eintracht wird ihrerseits nun etwas drückender und kommt durch ein ganz klein wenig Mithilfe des gegnerischen Torwarts zur erneuten Führung. Ein hoher verunglückter (vielleicht genialer?) Ball von Koch aus dem Mittelkreis verwirrt den Torwart vollkommen, sodass er unter dem aufspringenden Ball untertaucht und Azzouni freie Bahn zu Tor Nr. 2 lässt (63.). Daraufhin klassischer Verlauf eines Eintrachtspiels 2012: Chancen, Riesenchancen, 100 prozentige Chancen zum 3:1, die allerdings nicht genutzt werden. Weder die Koproduktionen von Gerspach, Ay, Schiller, Azzouni und Co, noch ein Freistoß von Koch aus 18 Metern sind von Erfolg gekrönt. Stattdessen das 2:2 (74.) der Gäste nach einem unnötigem Freistoß aus dem Halbfeld, bei dem Konopka im 5 Meterraum angeschossen wird und der Ball über die Linie kullert. In der Schlussphase gibt es Kontergelegenheiten auf beiden Seiten ohne zählbaren Ertrag bis zur Minute 90 plus X. Zunächst wird Elatre am rechten Strafraumeck zu Fall gebracht. Die verunglückte Freistoßflanke nimmt Konopka auf, der wiederum am linken Strafraumeck gefoult wird. Koch will den Ball sodann flach und scharf aufs kurze Eck bringen und wird von der Hacke eines Spielers aus der Mauer unterstützt. Der Ball wird so unhaltbar für den Torwart der Gäste und beschert der Heimelf in letzter Minute drei sehr sehr wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Tore: 1:0 Azzouni (5.), 1:1 Schmid (11.), 2:1 Azzouni (63.), 2:2 Irmler (74.), 3:2 Koch (90.)

Aufstellung SFE: Bösel, Doll, Bischler, Struthoff, Konopka, Barb, Koch, Shubladze (45. Gerspach), Schiller (80. Elatre), Ay (71. Crasemann), Azzouni

von Aktive1 am 20.11.2012 um 10:53 Uhr



Aktive1: Nass, kalt, eiskalt

SF Eintracht Freiburg - SpVgg. Gundelfingen/Wildtal 2:1 (0:1)

Nachdem das Spiel gegen Oberrotweil letzte Woche in den Schnee gefallen war, waren die Sportfreunde gegen Gundelfingen motivierter als Jens Jeremies beim Minigolfen mit Patrick Vieira. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte vor das Tor der Blauen, ertrank aber wie gewohnt in Harmlosigkeit. Insgesamt dreimal verharmloste Albers, heute anstelle des verletzten Robben im rechten Mittelfeld unterwegs, schamlos vielversprechende Wogen in Torwart Wieslers Fänge und ans Außennetz. Azzouni grätschte schon gefährlicher Barbs flache Hereingabe an den Außenpfosten, nachdem Außenverteidiger Doll einen feinen Spielzug über drei Stationen vom eigenen bis in den gegnerischen Sechzehner über rechts initiiert hatte. Die Eintracht besann sich nach so viel Wirbel wieder auf die vielbekannte Gastfreundschaft und schenkte Iannotti den Ball, dessen Lupfer nur knapp am rechten Pfosten vorbeistrich. Dann setzte der Dauerregen ein und man durfte feststellen, dass das Kunstleder auf rutschigem Geläuf zum Hüpfen neigte. Bösel tüftelte gerade noch an der Berechnung des richtigen Absprungwinkels, da sauste der Ball schon über ihn direkt vor Iannottis Füße. Glücklicherweise besann sich der verdutzte Physikus schnell und hechtete dem Stürmer gerade noch in die Parade. Auf der anderen Seite zögerte Azzouni nach Meybrunns Rückgabe etwas zu lange und konnte abgeblockt werden. In der 42. Minute war es dann geschehen. Unstimmigkeiten in der Innenverteidigung ermöglichten einen langen Ball auf Iannotti, der ihn am abermals verdutzten Bösel vorbei auf den langen Pfosten köpfte, wo Piccino völlig vereinsamt nur noch seinen Schlappen hinhalten musste - 0:1.
Die Chance zum schnellen Ausgleich vergab Meybrunn, dessen Schuss aus spitzem Winkel scharf über den Winkel strich.

Voller Elan kamen die Weißen aus der Kabine und rannten sich die Kälte aus den Gliedern. Kochs Ecke konnte gerade noch so von der Linie geköpft, Albers´ unplatzierter Fernknaller von Wiesler über die Latte gelenkt werden. In der 53. schließlich schlich sich der fiese Künzle von hinten an den arglosen Göhringer heran und stibitzte ihm den Ball vom Fuß, der direkt vor Azzounis Tretern landete. Da sich die Szene auch noch am gegnerischen Fünfmeterraum abspielte, versenkte dieser die Kugel ohne viel Federlesens im rechten unteren Eck - 1:1.
Es spielte weiter eine Mannschaft, Freiburg drängte auf den Sieg. Künzle schoss Albers´ Steilpass nur knapp übers Dreieck. In der 80. Minute wurde vollends klar: mit Toreschießen wollte Herr K. heute einmal nichts am Hut haben. Koch hatte Ay traumhaft in den Strafraum geschickt, der artig querlegte. Dort lauerte Herr K. und naja, schaffte das Kunststück den zugegebermaßen sensationell reagierenden Wiesler aus fünf Metern abzuballern. Viel Zeit zum Lockenraufen blieb nicht, schon rollte der nächste Konter. Künzle legte vor und der vorher auf der Bank 80 Minuten tiefgekühlte Schiller vollendete eis… wait for it… kalt. Hihi - 2:1.
Gundelfingen probierte noch einmal alles, kam aber an der Freiburger Defensive nicht vorbei, die mit viel Herz, Tüchtigkeit und ein wenig Glück das Ergebnis unter die heiß ersehnte Dusche brachte, um es dort mit kühlem Nass zu begießen. Prost!

Tore: 0:1 Piccino (42.), 1:1 Azzouni (53., Künzle), 2:1 Schiller (86., Künzle)

Aufstellung SFE: Bösel, Doll (82. Schiller), Struthoff, Bischler, Konopka, Koch, Barb, Albers (75. Ay), Meybrunn, Künzle, Azzouni

von Aktive1 am 05.11.2012 um 12:44 Uhr



Aktive1: Vollpfosten

SF Eintracht Freiburg - SV Opfingen 4:1 (0:0)

Was? 4:1? Fußball.de und Doppelpass verkünden doch ein 2:2. Na, wie sie zu diesem hanebüchenen Ergebnis kommen, wird aber ewig ihr Geheimnis bleiben. Sie haben das Spiel wohl einfach nicht gesehen und leichtgläubig auf Schiedsrichter Zylas Angaben vertraut, der streng nach Regel allein die Torerfolge zählte. Fatal für die SFE, die heute mal Tor Tor sein lassen wollte und es zwecks Ästhetik und Akustik auf den Pfosten abgesehen hatte. Der ist ja, bei rechtem Licht betrachtet, auch viel schwieriger zu treffen. Warum also nicht das Ergebnis ins rechte Licht rücken und die wahren Glanztaten der Freiburger Kunstschützen beleuchten. Vergesst die Tore, so lief das Spiel wirklich ab:
Zunächst einmal begann es träge, die Mannschaften befühlten sich ein wenig, waren im Abschluss aber harmlos. Schüsse wie Kopfbälle wurden fair auf die sicheren Fänge von Bösel und Barth gerichtet. Nunja, Bösels Fänge waren am Anfang etwas rutschig, fanden bei Landerers Schuss aber kurz vor der Linie ihren Grip beim Nachfassen wieder. M. Huber ging dann einmal mit einer Direktabnahme volles Risiko, wurde nur leider abgeblockt. Die Flugkurve des Balles war vielversprechend auf Dreieckkurs.
Freiburg zeigte den etwas klareren Fußball, Opfingen konterte gefährlich. Etwa um die 20. Minute herum so gefährlich, dass Landerer Mezgers Querpass allein vor dem Tor sicher am Pfosten vorbei einschob. Eigentlich also 0:1. Kunstbanause. Zum Vergessen.
Kurz drauf wurde es auf der anderen Seite gefährlich. Struthoff beförderte einen Befreiungsschlag direkt zurück in die Gefahrenzone alias Meybrunns Lauf, der prompt volley abzog. Barth bot sein ganzes Können auf und lenkte den Ball einhändig über die Querlatte. Danach wurde es trotz guter Spielanlage wieder recht harmlos. Als schon alle mit dem Halbzeitpfiff rechneten, schnitt Koch mit Zuckerpass auf Meybrunn die Opfinger Abwehrreihe entzwei, der frei vor dem Tor vom Gegenspieler zu Boden gestreckt wurde. Elfmeter. Koch nahm -1m Anlauf und schob die Kugel eiskalt in die Maschen. Naja. Geht genauer. Für Ästheten ging´s mit 0:0 in die Pause.

Das muntere Aluminiumschießen in Halbzeit zwei eröffnete Landerer mit einem wahren Augenöffner. Aus 40 Metern traf er die Oberkante der Latte, zum Zungeschnalzen - 0:1.
Die Eintracht ließ mit einer Antwort nicht lange auf sich warten. Struthoff, der seine Innenverteidigerposition barblike sehr weit auslegte, jagte einen scharfen Meybrunneckball mit ordentlich Krawumm aus fünf Metern an den Pfosten - 1:1.
Jetzt gab es kein Halten mehr. Koch schlenzte einen Freistoß aus 25, 30 Metern sensationell an den Innenpfosten, keine Zeigerumdrehung später setzte der eingewechselte Gerspach dem Spektakel die Krone auf. Einen herrlichen Flugball M. Hubers lupfte er höchst elegant per Außenrist vom linken Strafraumeck an den rechten Innenpfosten. Pfosten des Monats - 3:1. Dass Barb den Nachschuss auf Keeper Barth und Künzle den Abpraller einen Meter am Tor vorbeisetzte, war nach diesem feinen Kunstlupfer dann auch fast egal.
Opfingen war am Boden, Gerspach kannte keine Gnade und schnürte den Doppelpack mit Schleifchen drum. Meybrunns feine Flanke köpfte er mit der Präzision eines Reinhold Beckmann im TV-Gespräch an den Außenpfosten, von dem er ins Toraus prallte. Pfosten ist Pfosten - 4:1.
Nach dieser Sturm- und Drangphase schoss Opfingen völlig unaufgeklärt und stillos ein Tor. Hohler verhakte sich im Strafraum clever in Struthoffs Beinen, den fälligen Elfmeter verwandelte er sicher.
Die Sportfreunde bekamen es langsam mit der Angst zu tun. Was, wenn all die Kunstschüsse an den Pfosten nichts wert sind? Zählen nachher doch die Tore?
Also drängten sie auf den Ausgleich. Gerspach kredenzte Barb den Treffer auf dem Silbertablett mit Sahnepass, der fast schon alberslike allein vor Barth kläglich versagte. Dann aber doch noch das ganz offizielle 2:2. Azzounis Flanke fand über Künzles Knie den Weg zu Struthoff, der sich mal wieder lieber im gegnerischen Strafraum tummelte und dort seine Gerd-Müller-Qualitäten unter Beweis stellte.
Bis zum Abpfiff blieb es vor den Toren dann eher ruhig. Opfingen war stehend K.O., erschlagen von der Freiburger Präzision, die Sportfreunde hatten ihr Pulver verschossen. Irgendwie schade, wird der Verband wohl wenig von der Regel „vier Pfosten sind auch ein Tor“ halten. Da die glänzende B-Note in der Tabelle nun leider auch nicht weiterhilft, muss man sich gegen Oberrottweil halt wieder auf das Toreschießen besinnen. Das hat ja zweimal auch ganz gut geklappt.

Tore: 0:1 Landerer (Um die 20.), 1:1 Koch (Quasi 45., Meybrunn), 1:2 Hohler (66.), 2:2 Struthoff (74., Künzle)

Pfosten: 0:1 Landerer (Latte), 1:1 Struthoff, 2:1 Koch, 3:1 Gerspach, 4:1 Gerspach

Aufstellung SFE: Bösel, Doll (69. Elatre), Bischler, Struthoff, M. Huber, Koch, Barb, Crasemann (56. Gerspach), Meybrunn, Azzouni, Künzle (88. S. Huber)

von Aktive1 am 15.10.2012 um 00:33 Uhr


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